Loire

Das Weinbaugebiet Loire (französisch: Val de Loire) fasst mehrere Weinbauregionen zusammen. Als gemeinsamer Nenner gilt dabei, dass diese Regionen am Fluss Loire sowie an etwa zehn seiner Nebenflüsse liegen. Des Weiteren sorgt die für französische Verhältnisse nördliche Lage generell für frische, leichte und delikate Weine.

Die Produktpalette umfasst dabei trockene und halbtrockene Weißweine, weiße Dessertweine, leichte Rotweine, Schaumweine und Roséwein. Auf einer Länge von 1000 km (von Roanne in der Nähe der Stadt Lyon bis Nantes und Saint-Nazaire werden ca. 70.000 Hektar Rebflächen bewirtschaftet. Hier entstehen im Bereich der Qualitätsweine jährlich ca. 1.400.000 hl Weißwein und 1.140.000 hl Rot- und Roséwein. Diese Menge entspricht ca. 10 % der französischen Weinproduktion.

Innerhalb dieses Gebiets werden nicht weniger als 32 Herkunftsbezeichnungen der Kategorie Appellation d’Origine Contrôlée (kurz AOC) und 15 Vin Delimité de Qualité Supérieur (kurz VDQS) Weine zusammengefasst. Hinzu kommen noch fast 40 verschiedene Vin de Pays. Der Erfolg der Crémant-Weine führte dazu, dass die Loire zum zweitbedeutendsten Schaumweinerzeuger nach der Champagne aufstieg.

Da diese Fülle an Varianten nicht generell unter einem Oberbegriff zusammengefasst werden kann, wurden Subregionen mit eigenen charakteristischen Zügen definiert. Es handelt sich dabei um die untenstehend näher beschriebenen Regionen Anjou-Saumur, Pays Nantais und Touraine. Daneben gibt es noch deutlich abseits gelegene Weinbaugebiete, die unter der Region Coeur-de-France oder Centre gruppiert sind.
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